Der Tanzplan (Tanečnice; 599 m) ist die südwestlichste Erhebung des Lausitzer Berglandes und westlicher Punkt der fünften Bergkette (auch: Südwestliche Randkette). Vor fünf Jahren war ich schon mal hier zur PEB. Damals viel Straße – dieses mal soll es quer durchs Gelände gehen.

Gerstenberg-Exkurs

Bis zur Grenze geht es direkt über Wilthen und Wehrsdorf nach Sohland a. d. Spree OT Neudorf. Am Dreiherrenstein ein paarhundert Meter entlang des Grenzwanderweges und dann Richtung Röhrsdorf (Liščí). Ab hier orientiert sich der Track am blauen Strich, der auch über den Tanzplan verläuft. Als Ausnahme möchte ich aber über den Gerstenberg (Ječný vrch; 502 m) fahren, ziemlich markant in der Landschaft und zu sudetendeutscher Zeit mit einem Ausflugslokal versehen. Heute befindet sich hier nur noch ein Mobilfunkmast vor dichtem Fichtenforst. Aussicht gibt es direkt am Gipfel keine. Östlich davor gibt es eine frische Schneiße, die einen Blick nach Norden ermöglicht.

Gerstenberg-Gipfel.

Auf der Südseite geht es hinab nach Nixdorf (Mikulášovice), am Waldrand wird der Blick frei auf den Tanzplan. Am Waldrand fehlt leider ein Stück Weg und es geht zwischen Koppeldraht und Gebüsch weiter. Zum Glück hat der Landwirt hier einen freien Steifen von ein paar Metern nicht eingezäunt.

Tanzplan von Norden aus gesehen.

Aus Nixdorf heraus geht es zunächst über einen angenehmen Wiesenweg und im Wald am Tanzplan wieder steil bergan und durch den Forstbetrieb unfahrbar. Der letzte Kilometer bis zum Gipfel geht nur schiebend.

Direkt auf dem Gipfel gibt es keine einzige Fichte mehr, um so besser ist der Rundblick auch ohne den Aussichtsturm zu erklimmen. In der Bergbaude kann man ein Pilsener Urquell bestellen und im Biergarten genießen.

Tanzplan-Gipfel ohne Bergwald.

Hinter(st)e Sächsische Schweiz

Zurück geht es weiter östlich, zunächst über den Kammweg (auch Diebsstraße (Zlodějská cesta)) bis zum Hantschberg (Hraniční vrch; 521 m) und weiter die Kalkstraße und Zeidlerweg ins Weißbachtal / Hantschgrund. Das Tal ist sehr weit abgelegen und der Bach zugleich Grenzverlauf. Auf sächsischer Seite verläuft ein offensichtlich gut begangener Trail, es gibt aber keinen Anschluß mehr nach Tschechien, mein angenommener Weg existiert nicht mehr. So schlag ich mich quer durchs Gelände und gelange als nächstes an den Großen Heideweg (Vresova cesta) mit Anschluß nach Obernixdorf. Der nächste Teil verläuft zuerst über ein Stück Straße und dann über entspannte Gravel-Wege bis Neu Ehrenberg am Wildschütz (Nové Křečany). Die Strecke bis Sohland zurück gönn’ ich mir onroad, erst hier geht es wieder durchs Gelände, um die Engstelle Spreeradweg zu meiden: recht entspannt über die Alte Marktstraße über den Sattel östlich der Kälbersteine.

Bei Obernixdorf.

Fazit

Anstrengender als gedacht, weil viele Wanderwege vom Forstbetrieb stark in Mitleidenschaft gezogen sind. Der Abschnitt Weißbachtal muß zudem genauer erkundschaftet werden, um die Plackerei in der Wildnis zu vermeiden. Es scheint hier auch optimalere Wege zu geben.

STRAVA-Aktivität

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