Schlagwort: NordCup-Radmarathon-Serie

»Holsteiner Wellenritt« Rad-Marathon / Kaltenkirchen (07.08.2016)

Östliches Hügelland

Auf den Tag genau fünf Jahre ist es her, seit der letzten Teilnahme beim Holsteiner Wellenritt in Kaltenkirchen. Aus den alten Büchern erliest sich, daß es sich nun um die vierte Teilnahme handelt. Überliefert ist ebenfalls, daß sich die Kattenberger große Mühe geben und jede Steigung in ihrem Heimatland in den Streckenverlauf integrieren, was sich auf mehr als eintausend Höhenmeter summiert.

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NordCup 2012: Rostocker Radmarathon (09. Sept.)

Der Rostocker Radmarathon wird zum neunten Mal ausgetragen und ist dieses Jahr zum ersten Mal als Teil der NordCup-Serie ausgeschrieben. Gegen Ende der Saison 2012 kommuniziert das NordCup-Management, Rostock ist eine Joker-Veranstaltung und nächstes Jahr nicht mehr Event der Serie. Ich bin alle NordCup-Läufe der letzten fünf-sechs Jahre mindestens einmal gefahren und möchte mit Rostock den letzten weißen Flecken auf meiner Liste ausfüllen. Weiterlesen

NordCup-Radmarathons: Holsteiner Wellenritt / Kaltenkirchen (07.08.2011)

Der letzte Lauf zur NordCup-Radmarathon-Serie 2011 ist gefinished und das entsprechende Trikot im Sack. Dieser Radmarathon von Kaltenkirchen Richtung Ostsee bei Lübeck und in einer Schleife zurück ist wie immer der mit den meisten Höhenmetern, echte Berge gibt es zwar nicht aber immer wieder kurze, teilweise knackige Anstiege fürs kleine Kettenblatt oder Konditionstiere.

Geschenkt gibt es beim Holsteiner Wellenritt nichts. Die Nacht durch und am Morgen kräftiger Regen, kurz nach dem Start die erste Flußdurchfahrt aufgrund verstopfter Kanaldeckel. Bis Kontrolle 1 (KM 48) in Bark fahr ich in der ersten Gruppe mit. Erwartungsgemäß zerfällt diese hier und ich komm mit Michael und Wolf von St. Pauli und einem dritten Unbekannten los.

Der Regen wird weniger und bei Kontrolle 2 (KM 78) in Schlamersdorf ist es von oben trocken. Zu viert geht es weiter, einen fünften Man können wir einholen, verlieren aber zwei nach hinten und einem geht es zu langsam. Mit Wolf fahre alleine weiter, obwohl der Fahrstil von uns beiden recht unterschiedlich ist.

In Seekamp, Kontrolle 3, KM 118 kommt sogar die Sonne raus, die Regenjacke wird zu viel und wandert ins CamelBak. Mit Wolf fahre ich alleine weiter, ab jetzt schön gegen den Wind. Zehn Kilometer geht es gut, dann muß ich ihn ziehen lassen. Um und bei KM 140 stellt sich wieder ein einigermaßen runder Tritt und kontrolliertes Vorwärtskommen ein.

An Kontrolle 4 (KM 148) in Wulfsdorf gibt es Cola und Energy-Gels eines mir unbekannten Herstellers. Eigentlich experimentiere ich auf Marathons nicht mit unbekannten Sachen rum, doch es steht mit Koffein drauf, das kann nicht ungut sein und nach drei Becher Cola drück ich noch ein Gel rein. Ein zweites nehm ich für die Not mit, da ich meine eigenen vergessen habe. Als solide Grundlage eß ich mehrere Vollkornschnitten mit Salami und Rousinenschnitten. Wolf ist auch noch hier, ebenso Wolfgang aus Hoyerswerda. Beide fahren getrennt vor mir los.

Die Kombination aus viel Zucker und Koffein schlägt gut an, wenig später überhole ich Wolfgang. Leider hält Gel und Kola nie lange an und die schwerverdaulichen Wurstbrote zünden nicht wirklich. Wolfgang überholt mich wieder mit einem zweiten Mann. Ich häng mich dran und komm dadurch etwas schneller weiter. Etwas ausgeruht im Windschatten unterstütze ich unsere Gruppe später sogar bei der Führungsarbeit. Wir können einen Mann einholen, er ist aber nicht mehr in der Lage, bei uns mitzufahren, ich sehe ihn auch nie wieder. Auch nicht, als kurz darauf (ca. KM 175) dem dritten Mann der Reifen kaputt geht. Wolfgang gibt ihm einen Schlauch und ich fahr schon mal langsam weiter, um außer Sichtweite das Notgel zu verdrücken, Wolfgang überholt mich wieder, ich steig ihm hinterher und bis zur Kontrolle 5, wieder Bark (KM 200) bleiben wir zusammen. Zwei Kilometer vor Bark überholt uns eine RTF Gruppe von zehn FahrerInnen. Sie sehen alle sauber und trocken aus, beim RTF-Start anderhalb Stunden nach unserem hat es offenbar nicht mehr geregnet.

An der Kontrolle treffe ich wieder auf Wolf, wir fahren wieder gemeinsam und vor den RTF-Leute los, doch am Kattenberg kurz vor dem Ziel ist er schneller. In Kaltenkirchen wird ihm die Ampelreglung zum Verhängnis und wir fahren doch gemeinsam ins Ziel ein.

[223,70 km | 1.100 Hm | 7:13:46 h | 30,94 km/h]

NordCup-Radmarathons: “Rund am Mittelpunkt – per Rad” / Nortorf (05.06.2011)

Der Radmarathon um Schleswig-Holsteins geographischen Mittelpunkt. Im Vorfeld wurde schon angekündigt, es gibt nach fünf Jahren eine komplett neue Strecke. Zwei Depots zur Verpflegung werden über unterschiedliche Schleifen insgesamt fünfmal angesteuert.

Kurz nach dem Start (ich im Bild, Foto (c) www.rsg-mittelpunkt.de)

Kurz nach dem Start (ich im Bild)

Bis zur ersten Kontrolle in Hohenwestedt bei reichlich fünfzig Kilometer hält ein riesiger Pulk zusammen. Da ich mir heute den Streß vorne nicht antun möchte fahr ich alleine weiter und warte, daß von hinten jemand einholt.

Bald ist eine kleine Gruppe da, wir sind zehn und es paßt bis KP 2 (85 km) ganz gut. Ich fahr wieder alleine und dieses mal brauchen die gleichen Leute fast zwanzig Kilometer, um mich zu kriegen. Zwischendurch gabel ich einen Einzelfahrer auf und wir sind nun wenigstens zu zweit.

Bei der dritten Kontrolle in Hohenwestedt (ca. 120 km) entdecke ich eine Thermobehälter mit einem koffeinhaltigen Heißgetränk arabischen Ursprungs. Kaffee Sorte aufgegossenes Granulat ist besser als kein Kaffee und weil das Zeug heiß ist komm ich nicht vor den andern los, sondern danach, kann sie aber nach einem Kilometer stellen. In der Folge zerlegt sich die Gruppe immer weiter und wird nur unzureichend durch Ersatz von vorne aufgefüllt.

Bei Kilometer 140 bin ich als letzter übrig und fahr mit zweien, die vorne rausgefallen sind bis KP 4 in Schönbek (ca. 160 km). Hier komm ich wieder alleine los und treffe dreißig Kilometer weiter eine Dame von der 150er RTF-Runde, die alleine unterwegs ist. Zwei Marathonis kommen kurz darauf von hinten, sind mir aber zu schnell, um mehr als das kurze Stück bis Schönbek II (197 km) mitzufahren.

In Schönbek geht’s wieder alleine los, bei Nortorf treffe ich noch zwei Leute, die aber beide nur noch ihr Tempo fahren wollen.

Statistik:
220,68 | 6:47:05 | 32,52

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