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Haspa Marathon Hamburg 2013

»No never no more Frühlingsmarathon«! So die Devise drei Wochen vor dem Lauf in Hamburg! Während bei der normalen Marathon-Vorbereitung zwölf Wochen vor dem Event ca. dreimal die Woche mittlere und längere Distanzen gelaufen werden, ist im Winter 2012-13, der sich bis in die erste Aprilwoche unbeeindruckt des Kalenders hält, Schneeschaufeln und Skifahren als körperliche Ertüchtigung im Freien angesagt. Weiterlesen

Haspa Marathon Hamburg 2012

Nach dem Laufmarathon-Debüt im Jahr 2011 in Hamburg steht die Veranstaltung in 2012 wieder auf dem Programm. Strecke, Organisation, Fans und kulturelles Rahmenprogramm in Hamburg sind einfach begeisternd. Weiterlesen

Einzel- / Team-Zeitfahren Hamburg → Berlin 2011 (15. Okt.)

Das wars (Saison-Abschluß traditionell)

Rückblick HH-B_2010: Mit zwei Männern aus Wesseln fahre ich knapp die Hälfte der Strecke von Hamburg nach Berlin. Es funktioniert gut und wir verabreden uns für 2011. Im August 2011 – zum letzten NordCup-Radmarathon in Kaltenkirchen – machen die Aktion klar und melden ein Fünfer-Team (Die Velofriesen) an. Kurz vor dem Start fällt leider ein Mitfahrer krankheitsbedingt aus. Mit den anderen verabrede ich mich zum Treffen am Startort.

Die Wetterprognose gibt das beste her, das man Mitte Oktober in Norddeutschland erwarten kann: Trockenheit, Sonnenschein und Temperatur zwischen Frost und 12°C.

Meine Anreise erfolgt wieder mit dem Auto bis zum P & R Parkhaus am S-Bahnhof HH-Bergedorf, schnell satteln und elf Kilometer mit zwei Rucksäcken (Wechselklamotten für Berlin und CamelBak fürs Rennen) zum Start. Je näher ich zur Elbe komme desto dichter wird der Nebel und desto tiefer fällt die (gefühlte) Temperatur. Ein paar zeitige Starter kommen mir auf dem letzten Kilometer bis zum Fährhaus Altengamme schon entgegen. Bevor es zum Frühstück geht wird erst die Startformalität abgewickelt, Startnummer holen – »… ist schon von Deinem Team abgeholt wurden!« – also Team suchen. Per Telefon kann ich sie lokalisieren, sie haben die Nacht in einem VW Camper verbracht und kratzen gerade den Reif von ihren Fahrrädern. »Viel wärmer als Außentemperatur kann es in dem Bus auch nicht gewesen sein«, denk ich beim Anblick der fröstelnden Gestalten. Den großen Rucksack laß ich bei Knut im Transporter nach Berlin und hol mir mein Frühstück ab, noch ca. 25 Min. bis zum Start um 07:21 Uhr. Aufgrund der hohen Zahl von Teilnehmern und der Enge im Gasthaus kann man auch draußen frühstücken. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wird der Kaffee in der Tasse schneller trinkbar, nur die Butter ist nicht ganz so streichfähig, wie gewöhnt. Zwei Brötchen, zwei Kaffee und ab zur Startaufstellung.

Die Velofriesen auf der Geesthachter Brücke (Foto: Audax-Club SH)

Die Velofriesen auf der Geesthachter Brücke (Foto: Audax-Club SH)

Trotz des Nebels an der Elbe ist die Straße fast überall trocken und weil es noch keinen Bodenfrost gibt ist es außer auf der Brücke über die Elbe fast nirgends glatt. In den dichteren Nebelfeldern schlägt sich jener als Reif nieder, die Kälte kriecht durch die Handschuhe und als die Sonne flach über dem Horizont aufsteigt und die Sicht nimmt muß erst mal das Eis von der zuvor an den Helm gesteckten Sonnenbrille entfernt werden. Immer wieder überholen wir kleine Gruppen und Einzelfahrer, die zeitig gestartet sind.

In Neu Darchau (KM 50) fährt uns eine Gruppe auf, großgewachsene Kerle mit Oberschenkeln dick wie die Säulen des Brandenburger Tors. Sofort ist das Tempo statt bei unseren gemütlichen 30 bis 34 km / h bei 35 bis 38. Im dichten Nebel kann ich die hügelige, kurvenreiche Strecke nur erahnen und sehne mich nach den richtigen Elbbergen, der »Wand von Hitzacker« (auch: Die Klötzie mit der Erhebung Kniepenberg).

Bergfahren im Drawehn (Foto: HFS)

Bergfahren im Drawehn (Foto: HFS)

Am Fuße der Erhebung ist das Tempo noch unverändert, die schweren Jungs kennen offenbar das Gelände nicht und versuchen es mit Gewalt, den Hügel zu nehmen. Neben mir das Schnaufen einer Dampflok, dann Krachen als kurz vor dem Verrecken aufs kleine Kettenblatt runter geschalten wird. Mein Team hängt weiter hinten drin und pfeift mich zurück, das Tempo rauszunehmen. Trotzdem ist die Bergwertung meine. Die 13%-Abfahrt wird genutzt, um den Schwung mit in die nächste Steigung zu nehmen, teilweise vergebens.

Zwischen Hitzacker und Dannenberg / Elbe

Zwischen Hitzacker und Dannenberg / Elbe

An die Hügel schließt sich Hitzacker an und es wird wieder flach, bis Dannenberg bleibt das Tempo moderat, erst auf der B191 bis zur Dömitzer Brücke wird wieder gedrückt, sicherlich angeheizt durch sinnloses Gehupe und Engüberholen der motorisierten Verkehrsteilnehmer. Kleingruppen nutzen hier den Radweg.

Anfahrt zur Dömitzer Brücke (B191)

Anfahrt zur Dömitzer Brücke (B191)

Den Kontrollpunkt Dömitz (KM 94)erreichen wir 10:19 mit einem Fahrschnitt von 32,20 km / h. Das zweite Frühstück ist ebenso großzügig ausgelegt, wie in Altengamme. Ich verdrücke einen Becher Milchreis mit Kirschen, drei Brote, eine halbe Banane und zwei Becher Kaffee.

Zweites Frühstück in Dömitz (Foto: Audax-Club SH)

Zweites Frühstück in Dömitz (Foto: Audax-Club SH)

Wir fahren weiter, haben einen Gastfahrer aus Dortmund ohne Ortskenntnisse und elektrischer Navigationshilfe mit dabei. In einem Waldstück überholen wir einen Krankentransporter mit Blaulicht, es hat einen Unfall bei den HH-B-Fahrern gegeben. Details sind noch nicht bekannt.

Bald holt uns die im flachen schnelle Gruppe wieder ein und wir rasen 25 km mit ihnen. Um unser Team nicht zu zerstören müssen wir abreißen lassen. Ein zweiter Gast ist auch dabei, traut sich aber östlich Wittenberge nicht in den Schotterweg auf dem Elbdeich. Ich kenn die Abkürzung noch aus 2007. In Bälow (KM 153)braucht das Team eine Pause, wir fragen nach einem Bäcker – vergebens. Zehn bis fünfzehn Minuten vergehen. Weitere fünfzehn kurz darauf bei einer Reifenpanne bei unserem Dortmunder Gast. Wir sind fair und warten, bis er sein Material wieder einsatzbereit hat – Niko ziefert den zerrinnenden Bruttofahrschnitt. Die Elblandschaft ist hier besonders beschaulich, im Team mausert man wegen der schlechten Wegstrecke und dem Gegenwind auf dem Deich.

Auf dem Deich zwischen Havel (links) und Elbe

Auf dem Deich zwischen Havel (links) und Elbe

In der Hansestadt Havelberg (KM 185) haben wir unseren GPS-Track wieder und man mahnt, keine Abweichung mehr zu fahren. Der Wind nimmt zumindest gefühlt zu und weht wie angesagt von vorne. Über märkisches Kopfsteinpflaster und durch die »Allee des Grauen« steuern wir Rhinow (KM 202, Fahrschnitt noch 31 km / h) zu. Hier wird traditionell im Dorfladen direkt an der Strecke Verpflegung für den Rest des Rennens eingekauft. Unzählige leere Wasser, Schorle und Cola-Flaschen vor dem Laden deuten darauf hin, daß wir nicht die ersten sind. Ich besorge mir zwei Dosen Cola, eine Flasche Erdinger alkoholfrei und eine Packung Kaminwurz’n. Die erste Cola ist alle, bevor ich mit dem Bezahlen dran bin, die zweite kommt in die Flasche für unterwegs. Das Weizen ist schnell alle, dazu zwei Kaminwurze. Salz – Zucker – Vitamine – Elektrolyte … alles wieder aufgefüllt.

Bis Nauen müssen wir noch zweimal kurz halten, weil es Probleme mit Krämpfen im Team gibt. Direkt vor Nauen (KM 250) ist eine längere Pause in einer Schutzhütte gewünscht. Durch das mehrfache stoppen holt uns immer wieder ein St.-Pauli-Einzelfahrer ein, der langsamer unterwegs ist.

Zwischen Nauen und Falkensee bricht die aktuelle Geschwindigkeit auf 26 bis 28 zusammen. Uns holt ein Zweier-Team bzw. zwei sich gefundene Einzelfahrer ein, lutscht kurz im Windschatten und zieht von dannen. Irgendwie können wir das Team mobilisieren und holen die beiden wieder ein. Mit 35 auf der Uhr und Abwechslung  an der Spitze hängen wir sie bis Berlin final ab. Auf den letzten 15 km im Berliner Stadtgebiet wittern alle Zielluft und die Straßenverkehrsregeln werden sehr libertär gehandhabt.

Die Velofriesen im Ziel, Wassersportheim Berlin-Gatow (Foto: Audax-Club SH)

Die Velofriesen im Ziel, Wassersportheim Berlin-Gatow (Foto: Audax-Club SH)

Im Ziel (Alt Gatow, KM 281) werden wir freudig empfangen, ein Zielfoto durch Burkhard, zurückmelden bei der Rennleitung und duschen – in anderthalb Stunden geht der EuroCity vom sechs Kilometer entfernten Bahnhof Berlin-Spandau. Bis zum Bahnhof fahren wir mit dem Rad, der Radweg dahin ist das schlechteste Stück Wegstrecke des ganzen Tages, schlimmer als der Schotter in der Altmark.

Auf dem Bahnhof hol ich die Fahrkarte nach HH-Bergedorf und was zum Essen & Kaffee beim Bäcker. Oben am Gleis stehen kurz vor Abfahrt mehr Fahrradfahrer rum, als der Zug jemals aufnehmen kann. Angeblich wurde wegen der vielen Anfragen nach Fahrradstellsplätzen ein extra Gepäckwagen bestellt, der aber leider doch nicht dabei ist, als der Zug aus Villach in ÖR einfährt. Der ungewöhnlich freundliche Zugchef läßt uns in der 1. Klasse einsteigen – kaum zu glauben. Wahrscheinlich ist er selber Radfahrer. Im Abteil wird ein Paulaner alkoholfrei aufgemacht, zur Feier des Tages. Schläfrigkeit macht sich breit.

In HH-Bergedorf Verabschiedung vom Team, noch ein Kaffee, Auto suchen und Rückfahrt zum Wohnort. Was für ein schöner Tag!

Audax-Club Schlesw.-Holst. v. 2000

Fakten

Fahrdaten 281,41 km 9:12:00 h 30,58 km / h (brutto)
Start / HH-Altengamme KM 0 07:21
Kontrolle / Dömitz KM 94 10:19
Ziel / Berlin-Spandau KM 281 17:57

Aus der Sicht der Anderen (Berichte)

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Men’s Health URBANATHLON (27.08.2011)

Der Men’s Health URBANATHLON ist ein Hindernisrennen im städtischen Bereich. Die Idee stammt aus den USA und in Europa findet so ein Event erst zum zweiten Mal statt. In 2010 hab ich leider keinen der 2.000 Startplätze mehr bekommen können, als ich ziemlich spät von dem Rennen erfuhr. 2011 (nun 3.000 Plätze) wollte ich unbedingt dabei sein und hatte gleich nach Eröffnung der Anmeldung bestellt. Weiterlesen

Haspa Marathon Hamburg 2011

Die Veranstaltung war eine super Sache, die Stimmung an der Strecke, Musik – live Kapellen und Beschallung mit Lautsprecherboxen vom Balkon -, Jubel, Anfeuern der Leute war wunderbar. Ich hatte das Gefühl, ganz Hamburg ist auf den Beinen, entweder auf der Laufstrecke oder am Straßenrand.

Persönlich bin ich mit dem Verlauf und dem Ergebnis bei meinem Lauf-Debüt sehr zufrieden. Das Ziel war es schön gleichmäßig durchzulaufen, genügend zu trinken, um keine Krämpfe zu bekommen und es ist gelungen. Zwischen KM 38 und vierzig dachte ich, langsam reicht es, aber auf dem letzten Kilometer wird man quasi vom Publikum ins Ziel gezogen.

Die 18 bis 23°C Lufttemperatur und die hohe Luftfeuchte wurde in einigen Medien als Hitzeschlacht propagiert, viele Läufer kamen damit nicht klar, ich kann dies nicht bestätigen, über weite Teile verlief die Strecke durch Alleenstraßen mit viel Schatten, etwas Wind sorgte zu dem für Kühlung.

Das Flüssigkeitsproblem löste ich mit einer 0,75 Liter Fahrradflasche von Powerbar, sie liegt gut in der Hand. An den Wasserstellen an jedem Kilometer wurde sie bei Bedarf aufgefüllt, zusätzlich dreimal mit isotonischem Getränkepulver angesetzt. Zwei halbe Bananen und drei oder vier Becher Powerade Mountain Blast à ca. 0,15 Liter vom Veranstalter bildeten die Ernährungsgrundlage während des Laufes. Für die Not hatte ich noch ein Gel dabei, es wurde aber nicht benötigt. Generell empfand ich Essen nicht so als das Problem, die Dehydrierung zu vermeiden ist akuter.

Mal sehen, vielleicht nächstes Jahr wieder ….

Ergebnis:

Gesamt

Platz (M/W) 4089
Platz (AK) 470
Platz (Gesamt) 4597
Zielzeit (Netto) 04:02:15
Zielzeit (Brutto) 04:16:45

Splits

Split Zeit Diff min/km km/h
10 km 00:57:43 57:43 05:47 10.40
20 km 01:54:16 56:33 05:40 10.61
Halb 02:00:22 06:06 05:35 10.77
30 km 02:50:49 50:27 05:40 10.59
40 km 03:49:46 58:57 05:54 10.18
Netto 04:02:15 12:29 05:42 10.55

[ Datenquelle: www.marathon-hamburg.de ]

Danke der FREENET fürs Sponsoring, den alten Laufhasen für die Tipps im Vorfeld, der Hamburger Bevölkerung & den Gästen für das Pushen an der Strecke sowie zuletzt natürlich allen Zweiflern, die mir besonderen Anreiz gegeben haben, dieses Projekt gegen alle persönlichen Widrigkeiten der letzten sechs Monate durchzuziehen :-)

NordCup-Radmarathons: Rudi-Bode-RM / Hamburg-Hamm (17.04.2011)

Saison-Auftakt der Rennradmarathons wieder klassisch zum Rudi-Bode-RM in Hamburg-Hamm. Leider will mein langjähriger Team-Kollege dieses Jahr nicht mitfahren und so Anreise allein. Mit einem Google-Roadbook auf Papier finde ich den Startort am anderen Ende von Hamburg mehr mit Glück als mit Ortskenntnis. Nochmal Glück gibt’s bei der Parkplatzsuche auf dem beengten Gelände einer Gewerbeschule – der letzte Parkplatz ist meiner!

Bis zum Start hab ich noch knapp zwanzig Minuten, von denen ich gefühlt 15 in der Schlange bei der Anmeldung verbringe. Die übliche Fritz-Kola und Banane vorher muß im Eilverfahren konsumiert werden und dann ab in die Startaufstellung, wie immer möglichst weit vorne. Hier wird man von einigen Bekannten begrüßt: »Naaa, gut durch den Winter gekommen?!? :-)« – »Ähhh, ja – ich hoffe, das hier heute gut zu überstehen :-/« Einen 200er Brevet vor vier Wochen und eine bergige 160-Kilometer-Tour im Harz ist leider die einzige Vorbereitung für die Langstrecke. Nachdem sich das Feld nach den ersten unschönen Kilometern in der Stadt wieder gefunden hat höre ich hinter mir Gespräche, wer wo im Süden im Frühlingstrainigslager war oder wer wie immer jeden Winter durchgefahren ist. Bei mir gab es weder das Eine noch das Andere, dafür wochenlang kein Sport wegen krank. Ich denke trotzdem, in der vordersten Gruppe mitzufahren – so kann ich hinterher wenigstens behaupten, alles gegeben und nichts ausgelassen zu haben.

Mit nur selten über 40 km/h zieht die ebenso mensch-zählige Gruppe hinaus nach Altengamme zur ersten Kontrolle bei KM 29. Das Feld teilt sich hier, einige fahren wie immer gleich durch, einige verpflegen sich kurz. Ich besorge mir zwei halbe Brötchen und fahr mit drei Bekannten von St. Pauli und zwei Unbekannten los. Auf dem Altengammer Hauptdeich – südlich die Elbe, nördlich Altengamme – sehen wir in weiter Ferne Teile der ersten Gruppe. Als ich denke »Na ja, das sind mehr als tausend Meter, die wollen wir ja sicher nicht einholen …« fallen hinter mir die Worte »Los, die kriegen wir doch noch?!!!« Ich hab nicht auf die Uhr geguckt, aber lang hat es nicht gedauert und die Frage ist mit ja beantwortet und wir haben wieder eine schöne Gruppe von zwanzig Leuten. Die meisten bleiben auch nach der einzigen Steigung des Tages, der Wand von Tesperhude hinter Geesthacht dabei.

Kontrolle 2 ist bei KM 63 in Gülzow, der Tacho zeigt einen 35,5er Schnitt, natürlich ist das für diese Jahreszeit zu schnell, aber die Vernunft ist offenbar mal wieder zu Hause geblieben.

Bis KP 3 (KM 108) am Schaalseekanal, einem idyllischen Flecken j. w. d., passiert nichts Aufregendes. Ab hier weht der Wind nun jedoch von vorn und der Nachhauseweg wird spürbar intensiver. Ab KM 140 verabschiede ich mich von der Führungsarbeit der Gruppe und fahre nur noch mit. Jetzt läßt es sich nicht mehr leugnen, daß diese 16er-Gruppe etwas zu flott unterwegs ist.

Kurz darauf an einem Abzweig in einen schmalen Weg schmiert vor mir ein Fahrer auf Sand ab. Außer einer Abschürfung an der linken Gesäßseite ist ihm zum Glück nichts passiert und in Sekundenschnelle geht’s weiter. Bei KM 150, keine zwei Stunden mehr bis zum Ziel, nehme ich an, daß der Tag doch noch ein gutes Ende nehmen wird.

An KP 4 (KM 157), wieder Gülzow, liegt der Schnitt noch bei 34,5. Wir treffen hier auf zahlreiche Teilnehmer der RTFs. Etwa 15 hängen sich in unsere Gruppe, was vorne einige animiert, das Tempo zu erhöhen. Wie morgens um die 40 km/h, nur dieses Mal in Einerreihe und gegen den Wind. Etwa 15 km später muß ich passen.

Nur noch 28 bis 30 km/h fahr ich gemütlich weiter bis KP 5 (KM 181), wieder Altengamme. Die Pauli-Leute sind noch hier und wollen gerade los, ohne Pause häng ich mich dazwischen, für den Kontrollstempel und eine Scheibe Rosinenbrot im Fahren verzehrt langt die Zeit aber noch.

Die letzten reichlich dreißig Kilometer führen durch ländlich anmutende Vororte von Hamburg. Auf der Straße ist viel los, rechts die RTF-Gruppen, links Gegenverkehr, dazu enge, unübersichtliche Kurven. Das es keinen Unfall gibt ist ein Wunder. Paar mutige RTF-Fahrer versuchen der Gruppe hinterher zu steigen scheitern aber schnell. Tempo 35 plus x, dazu immer wieder schmerzhaftes Antreten nach Kreuzungen oder wenn PKW überholt werden. Manche nennen das Intervall-Training.

Entgegen aller Ermüdungserscheinungen kann sich der Willen schließlich doch durchsetzen, mit dem St. Pauli Radteam & Co. zu finishen. Die Sonne ist draußen, es sind fast zwanzig Grad Celsius und ein schöner Tag. Danke den Veranstaltern von Endspurt Hamburg! Danke für den Windschatten und vielleicht in zwei Wochen in Husum die Runde 2.

Statistik

215,36 km / 6:22:56 / 33,74

Wetterinfo: 10 – 18°C, bedeckt, heiter, sonnig, Wind: 25 km/h aus West

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