Trockenheit und eine Menge Totholz im Wald sind die teuflische Basis für einen größeren Waldbrand, der seit So., 24.07.2022 in der Böhmischen Schweiz wütet.

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Nach mehreren kleinen Bränden auf sächsischem Gebiet, die relativ schnell unter Kontrolle kamen hat es nun die tschechischen Nachbarn erwischt: im Bereich Herrnskretschen (Hřensko) brennt auf mehreren Hektarn der Wald.

Im Mai bin ich zuletzt in dieser Gegend gewesen und wie auch in der Oberlausitz hat der Borkenkäfer massiv Fichten absterben lassen, die im Nationalpark nur umgesägt, aber nicht forstwirtschaftlich verwertet werden. Das bietet einem Feuer jetzt mehr als ausreichend Nahrung.

⮚⮚⮚ UPDATE 27.07.2022: Der Brand ist auf sächsisches Gebiet übergegriffen und nicht unter Kontrolle. In Bad Schandau wurde der Katastrophenalarm ausgelöst. Zu dem besteht ein Waldbetretungsverbot im gesamten Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Aus der Verschwörerecke kommt kontext-bezogen die neue Theorie »Feuer wurden künstlich entfacht, um Platz für neue Windkraftanlagen zu schaffen!«.

⮚⮚⮚ UPDATE 30.07.2022: Leichter Regen im Waldbrandgebiet; von Entspannung der Situation kann aber noch keine Rede sein. In den vergangenen Tagen gab es zudem Unterstützung mit Löschflugzeugen aus Italien und Schweden.

⮚⮚⮚ UPDATE 07.08.2022: Zu Beginn der dritten Woche sind die Feuer weitestgehend unter Kontrolle und die Konzentration liegt auf der Löschung der Glutnester im torfigen Boden. Das generelle Waldbetretungsverbot im Landkreis SOE wurde auf das Einsatzgebiet in der Hinteren Sächsischen Schweiz reduziert.

Medienecho

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