MonatOktober 2010

HH→B zwanzig-zehn (in Worten)

Der Legende nach hatten Ende der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts eine Handvoll Randonneure aus der Hamburger Gegend die Idee, an einer der letzten RTFs der Saison im Norden in Berlin-Spandau teilzunehmen. Dazu traf man sich zum Frühstück bei einem alten Radsportfreund in Hamburg-Altengamme, der in einem beschaulichen Häuschen hinterm Elbdeich eine Gastwirtschaft betreibt zum Frühstück um anschließend nach Berlin zu fahren und nächsten Tag die RTF zu absolvieren. Weiterlesen

Einzel- / Team-Zeitfahren Hamburg → Berlin 2010 (16.10.2010)

Das „Einzelzeitfahren / Teamzeitfahren Hamburg – Berlin 2010“ ist geschafft. Die offizielle Gesamtfahrzeit beträgt 10:55 h (06:28 – 17:23), Platz 30 in der Gesamtwertung, Platz 14 in der Einzelwertung bei 67 im Ziel gewerteten Teams (Einzelstarter inbegriffen, gewertete Personen insgesamt: 151 von 166 gestarteten).

284,78 | 9:47:02 | 29,10

RTF: Almabtrieb / Raisdorf / 110 km (10.10.2010)

Der Almabtrieb der RG-Kiel in Raisdorf bei Kiel gilt als Abschluß der RTF-Saison in SH. Vor fünf Jahren bin ich ihn schon einmal gefahren und kann mich noch an feuchtes Herbstwetter und von der Landwirtschaft verdreckte Straßen erinnern. In 2010 ist es trocken, morgens neun Uhr zeigt das Autothermometer 3°C und die meisten Teilnehmer stehen mit Winterbekleidung am Start. Ich bleibe noch hart und versuch es in kurz, tagsüber soll die Temperatur ja zweistellig werden … Vor dem Start fährt sich jemand auf der Straße vor der Sporthalle warm, ein eher unübliches Verhalten bei einer RTF (eine RTF ist ja kein Rennen).

Vom Start weg geht es gleich zügig los, an den kurzen Steigungen bricht das Tempo aber stärker ein als in den Sommermonaten. Nach ca. zwanzig Kilometern zerlegt sich die Gruppe an ein Kreuzung, jemand brüllt Auto! und trotzdem rasen zehn von fünfzehn Mann noch über die Vorfahrtsstraße. Bis zur ersten Kontrolle in Fargau (KM 23) gelingt es mir, die Gruppe wieder einzufangen, die meisten von denen halten jedoch nicht an. Das laß ich mir aber nicht nehmen, die Verpflegung ist Kult.

Von Fargau geht es allein weiter, nach fünf Kilometern hol mich eine Fünfer-Gruppe ein, mit der ich bis zur zweiten Kontrolle in Fargau (KM 50) zügig aber mit gleichmäßigem Führungswechsel rolle.

Auf der dritten Schleife finde ich nach wenigen hundert Metern Anschluß an eine Gruppe von zehn Fahrern. Durch das Auffahren von Einzelfahrern – wahrscheinlich „Trümmer“ der ersten Gruppe – vergrößern wir uns auf um und bei 15 Mann. Die Ablösung ist in der Gruppe recht unregelmäßig, irgendwann bin ich mit Michael von den Radpiraten aus St. Pauli, mit dem ich schon einige Brevets und Marathons gefahren bin vorne und in hügeligerem Gelände zerlegt sich die Gruppe. Außer Michael ist noch ein Triathlet dabei, als wir wiederholt Fargau erreichen (KM 88).

Zu dritt geht es auf die letzten zwanzig Kilometer zurück nach Raisdorf. Der Triathlet wollte noch etwas weiterfahren, um fünf Stunden voll zu bekommen und ich fand die Strecke auch zu kurz für das angenehmen Wetter.

109,08 | 3:15:45 | 33,43

© 2021 bike ✯ vélo

————Cycling isn't a game, it's a sport. Tough, hard and unpitying, and it requires great sacrifices. One plays football, or tennis, or hockey. One doesn't play at cycling.————